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Rundbrief # 11 M├Ąrz 2017 Abonnieren unter https://listen.jpberlin.de/mailman/listinfo/ai-koeln-rundbrief

Liebe Leserinnen und Leser,

dass das Thema Gleichberechtigung im Jahr 2017 immer noch ein gro├čes (Protest-)Thema ist, belegen die vielen Ungerechtigkeiten, die Frauen weltweit immer noch erleben m├╝ssen. Aus diesem Grund war der Internationale Frauentag am 8. M├Ąrz auch f├╝r die K├Âlner Amnesty-Mitglieder ein wichtiger Anlass, mit einigen Aktionen auf Frauenrechte aufmerksam zu machen.

Passend zum langsam beginnenden Fr├╝hling gibt es aber auch tolle Nachrichten aus Usbekistan: Der Journalist Muhammad Bekzhanov kommt nach 17 Jahren endlich aus dem Gef├Ąngnis frei. Amnesty hatte lange f├╝r seine Freilassung gek├Ąmpft. Mitmachen lohnt sich also ÔÇô warum nicht in der Brasilien-Koordinationsgruppe? Diese berichtet im aktuellen Rundbrief ├╝ber ihre Aufgaben und Aktionen und freut sich auf viele neue Gesichter.

Das Redaktionsteam w├╝nscht viel Spa├č beim Lesen!

Usbekistan: Journalist Muhammad Bekzhanov endlich frei

17 Jahre lang war er eingesperrt ÔÇô seit dem 22. Februar ist der Usbeke Muhammad Bekzhanov endlich wieder in Freiheit. Amnesty International hatte jahrelang f├╝r die Freilassung des Journalisten gek├Ąmpft.

Bei seiner Festnahme 1999 wurde ihm vorgeworfen, staatsfeindliche Straftaten begangen zu haben. Mit Kn├╝ppelschl├Ągen, Elektroschocks und Sauerstoffentzug wurde er anschlie├čend zu einem falschen Gest├Ąndnis gezwungen. Wahrscheinlich geriet er ins Visier der Beh├Ârden, weil er die verbotene regierungskritische Zeitung "Erk" herausgab. Amnesty hatte mit der globalen "Stop Folter"-Kampagne und dem Briefmarathon 2015 auf Bekhzanovs Schicksal aufmerksam gemacht und weltweit Tausende Unterschriften f├╝r seine Freilassung gesammelt.

Einsatz f├╝r die Menschenrechte ÔÇô Die Brasilien-Koordinationsgruppe von Amnesty International sucht neue Mitglieder

Wir sind eine Gruppe von sechs Mitgliedern und treffen uns regelm├Ą├čig in K├Âln. Als Kogruppe bei Amnesty International ├╝bernehmen wir aktuell ├╝berwiegend die Aufbereitung und Betreuung von Einzelf├Ąllen von Personen, deren Leben aufgrund ihres Einsatzes f├╝r die Menschenrechte in Brasilien gef├Ąhrdet ist. Gewalt gegen├╝ber und Vertreibung von Indigenen/Quilombola und Umweltsch├╝tzern sowie Menschenrechtsverletzungen durch die Polizei, insbesondere gegen├╝ber der afrobrasilianischen Bev├Âlkerung sind trauriger Hintergrund unserer Arbeit.

Wir verfassen und aktualisieren beispielsweise Petitionen, organisieren Veranstaltungen, oder nehmen wichtige Briefing-Termine beim Ausw├Ąrtigen Amt wahr. Wir arbeiten dabei eng mit der Sektion der Bundesrepublik Deutschland, dem Amnesty-B├╝ro in Rio und den lokalen Amnesty-Gruppen in Deutschland zusammen.

Wir suchen neue Mitglieder, deren Herz f├╝r die Menschenrechte in Brasilien gl├╝ht und die bereit sind neben Studium, Arbeit oder sonstiger Besch├Ąftigung ein St├╝ck ihrer Freizeit f├╝r die Kogruppenarbeit aufzuwenden.

Je nach Kenntnissen und Erfahrung wirst du als Mitglied in unsere Arbeit eingebunden, ├╝bernimmst beispielsweise die Pflege der Homepage, die Aktualisierung von Einzelf├Ąllen und Kommunikation mit den lokalen Amnesty-Gruppen. Dar├╝ber hinaus kannst du kreativ bei der Organisation und Durchf├╝hrung von z. B. Filmvorf├╝hrungen mit Podiumsdiskussion mitwirken oder neue Projekte entwerfen. Wenn du Interesse an einer langfristigen Mitarbeit hast, dann schreibe uns eine Nachricht an brasilienkogruppe@googlemail.com. Ein Kennenlerntermin wird noch bekannt gegeben.

Aktivit├Ąten zum Internationalen Frauentag in K├Âln und im K├Âlner Umland

Der Internationale Frauentag war weltweit von vielen Protest- und Aufkl├Ąrungskampagnen gepr├Ągt - ein guter Anlass, auch f├╝r die K├Âlner Amnesty-Mitglieder mit einigen Aktionen auf Frauenrechte aufmerksam zu machen:

R├Âsrath: Die Gruppe Bensberg/R├Âsrath/Overath war beim Empfang anl├Ąsslich des Frauentages mit dem B├╝rgermeister Marcus Mombauer am 12. M├Ąrz im Schloss Eulenbroich mit einem Stand vertreten, bei dem der Schwerpunkt u. a. auf der aktuellen Situation politisch engagierter Frauen in der T├╝rkei liegt (konkret ging es um die Frauen- und Menschenrechtsanw├Ąltin Eren Keskin). Dieser Empfang - statt Frauentagsfr├╝hst├╝ck wie in den 19 vorangegangenen Jahren - feiert 20 Jahre Frauentagsveranstaltung in R├Âsrath und Amnesty ist dabei.

K├Âln: Die Gruppe 1465 best├╝ckte in einem Buchladen in K├Âln-Br├╝ck einen Informationstisch. Passend dazu stellte die Buchhandlung Lesestoff aus.

Gerolstein: Im Focus der Gerolsteiner Amnesty-Gruppe stand die Argentinierin Milaggro Sala, die Sprecherin der Organisation Tupac Amaru ist. Sie befindet sich seit Januar 2016 in Haft, obwohl die UN-Arbeitsgruppe f├╝r willk├╝rliche Verhaftungen ihre unverz├╝gliche Freilassung gefordert hat.

Bergisch Gladbach: In der Fu├čg├Ąngerzone informierten Amnesty-Mitglieder am Samstag, dem 11. M├Ąrz ebenfalls zu Menschenrechtsverletzungen an Frauen. Es wurden Unterschriften f├╝r Laisa Santos Sampaio aus Brasilien erbeten. Sie wird wegen ihrer Meinungs├Ąu├čerungen bedroht.

Bergisch Gladbach ÔÇô Danke an Freunde und Unterst├╝tzer

Gro├čen Zuspruch fand die Einladung der Bergisch Gladbacher Amnesty auch in diesem Jahr. Damit bedankten sich die Mitglieder der Gruppe bei ihren Freunden und Unterst├╝tzern mit Kaffee und selbstgebackenem Kuchen. Als Referent berichtete das ehemalige Gruppenmitglied Tom Behrenbeck ├╝ber seine beeindruckenden Erfahrungen beim sechsw├Âchigen Rettungseinsatz auf dem Schiff ÔÇ×AquariusÔÇť der Organisation SOS-Mediterranee im vorigen Sommer vor der K├╝ste Libyens.

Seine Bilder und pers├Ânlichen Erinnerungen gaben die Situation der Fl├╝chtlinge und der Retter sowohl an Bord wie bei den Aktionen auf See eindringlich wieder. 1497 Menschen wurden an Land gebracht. Tom beabsichtigt im Sommer 2017 nochmal f├╝r drei Wochen auf das Schiff zu gehen. Mehr unter: http://www.tomforrescue.de

K├Âlner Amnesty-Gruppe gestaltet Gottesdienste unter dem Jahresmotto "Menschenrechte am seidenen Faden"

Amnesty international w├╝rde gerne weltweit die F├Ąden in der Hand halten, wenn es um die Menschenrechte geht und von allen Staaten erwarten, dass sie diese Rechte einhalten. Leider ist das in vielen L├Ąndern nicht der Fall. Oft werden Versprechungen gemacht, die sich in der Realit├Ąt als fadenscheinig erweisen. Darum gibt es noch in vielen Staaten die Todesstrafe, wird gefoltert und verschwinden engagierte Mitb├╝rger durch Polizeikr├Ąfte und landen als ÔÇ×politische GefangeneÔÇť jahrelang in oft grausamen Haftanstalten und vieles mehr. Die Menschenrechte h├Ąngen am seidenen Faden. Diesen empfindlichen Faden wollen MitarbeiterInnen von Amnesty verst├Ąrken, daraus in Gottesdiensten ├╝ber das ganze Jahr 2017 hinweg ein Netz der Solidarit├Ąt und Hilfe kn├╝pfen und m├Âglichst viele Menschen dabei einbeziehen. Termine hier