Amnesty International Bezirk Koeln

Impressum | Login

Bezirk Koeln

Startseite ‚Äļ Rundbrief5

Rundbrief # 5 September 2015

Liebe Leserinnen und Leser,

das Thema ist in aller Munde und besch√§ftigt auch uns bei Amnesty seit vielen Jahren. Als Freunde der Tat und passend zum Ehrenamtstag am 6. September in K√∂ln am haben wir diesmal einen Schwerpunkt auf die Lebenssituation von Fl√ľchtlingen und unsere Aktivit√§ten in diesem Bereich gelegt. Junge Menschen aufzukl√§ren ist das Ziel der Koordinationsgruppe f√ľr Menschenrechtsbildung, die in Unterrichtseinheiten in Schulen gestaltet und auch die Jugendgruppe des K√∂lner Bezirks unterst√ľtzt. Denn auch Sch√ľler engagieren sich aktiv bei Amnesty. Positives gibt es aus Wei√ürussland zu berichten, wo mehrere politische Gefangene freigelassen wurden. Und weil's so sch√∂n war, findet ihr am Ende noch einen kleinen R√ľckblick auf den ausklingenden Sommer.

Viele Gr√ľ√üe

Euer Redaktionsteam

Fl√ľchtlinge: K√∂lner Save me-Stammtisch, Resettlement-Infoveranstaltung und Bootsfl√ľchtlinge-Ausstellung

Die aktuelle Fl√ľchtlingssituation in Europa bestimmt seit Wochen die Medienlandschaft. Derzeit vergeht kaum ein Tag, an dem sich nicht weitere Schreckensmeldungen rund um den Umgang mit Fl√ľchtlingen verbreiten. Einen traurigen H√∂hepunkt bildete nun der Tod des kleinen syrischen Jungen Alan, der auf dem Weg in ein besseres Leben ertrunken ist. F√ľr Amnesty International sind Menschen, die aus ihrer Heimat fliehen m√ľssen, schon lange ein wichtiges Thema. Wir m√∂chten Euch in diesem Rundbrief die Kampagne ‚ÄěSave me‚Äú vorstellen, die sich seit geraumer Zeit daf√ľr einsetzt, dass Fl√ľchtlinge in Deutschland organisiert aufgenommen werden. Neben der Aufkl√§rung rund um das Thema Resettlement (‚ÄúNeuansiedlung‚ÄĚ) unterst√ľtzt die Kampagne mit Hilfe von Mentoren, sogenannten ‚ÄúBuddys‚ÄĚ, die Fl√ľchtlinge beim Neustart im fremden Land. Buddys helfen beim Deutsch lernen, begleiten zu Beh√∂rdeng√§ngen oder verbringen einfach Freizeit mit ihrem Sch√ľtzling.

Save me-Stammtisch: Engagement im ASta-Cafe

Wer sich gerne f√ľr die K√∂lner Kampagne engagieren oder sich einfach nur ein wenig dar√ľber informieren m√∂chte, kann dies beim n√§chsten Save me-Stammtisch tun: Am 30. Oktober 2015 im ASta-Cafe (Universit√§tsstr. 16b, 50937 K√∂ln). Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Weitere Informationen gibt es auf der Save me-Homepage: http://www.save-me-koeln.de/kampagne.html

Resettlement-Informationsveranstaltung mit Ingeborg Heck-Böckler

Zus√§tzlich zum Stammtisch gibt es noch einen weiteren K√∂lner Termin, auf den wir Euch gerne hinweisen m√∂chten: Am 22. Oktober 2015 findet eine Informationsveranstaltung mit anschlie√üender Diskussion mit der Amnesty-Expertin f√ľr Resettlement, Ingeborg Heck-B√∂ckler im Allerweltshaus statt (K√∂rnerstr. 77, 50823 K√∂ln). Beginn ist 19.30 Uhr.

Bootsfl√ľchtlinge: Ausstellung in Bergisch-Gladbach

Auch in Kreis Bergisch-Gladbach gibt es Veranstaltungen rund um das Thema Fl√ľchtlinge. Im November findet die von der Amnesty-Gruppe Bensberg/R√∂srath/Overath organisierte Ausstellung ‚ÄěBootsfl√ľchtlinge‚Äú im Amtsgericht Bensberg, Schlo√üstra√üe 21 statt. Die Ausstellung wird am Donnerstag, den 5. November 2015, um 18 Uhr mit einem Podiumsgespr√§ch er√∂ffnet. Dieses wird moderiert von Wolfgang Grenz, dem ehemaligen Generalsekret√§r von Amnesty Deutschland und Mitglied im Vorstand der UN-Fl√ľchtlingshilfe. Im November ist die Ausstellung zu den normalen √Ėffnungszeiten des Gerichts zug√§nglich.

Die Jugendgruppe Köln (Ehrenfeld) sucht neue Mitglieder!

Wir alle wollen die Welt ein bisschen besser machen und auch Du kannst Verantwortung √ľbernehmen! Als Sch√ľlerin oder Sch√ľler in K√∂ln kannst Du Dich, allein oder gemeinsam mit Deinen Freunden, bei Amnesty engagieren und Dich f√ľr Menschrechte starkmachen. Unsere Jugendgruppe K√∂ln Ehrenfeld sucht neue Mitglieder und freut sich auf zahlreiche neue Helfer. Hier trefft ihr Euch regelm√§√üig, plant und organisiert Aktionen und Ma√ünahmen, die ihr gemeinsam zu aktuellen Themen durchf√ľhren k√∂nnt. Du hast Lust dabei zu sein und mitzumachen? Dann schreib uns unter 1915@amnesty-koeln.de.

Au√üerdem stellt Euch unsere Gruppe f√ľr Menschenrechtsbildung Materialien f√ľr den Unterricht zur Verf√ľgung und ihr k√∂nnt Euch sogar einen Experten in den Unterricht einladen, der Euch und Euren Klassenkameraden das A und O der Menschenrechte erkl√§rt. In einer Doppelstunde erfahrt ihr mehr √ľber die Arbeit von Amnesty International und sprecht √ľber aktuelle Geschehnisse zum Thema Menschenrechte. Auch ein spezielles Thema, welches Euch interessiert, kann im Vorfeld mit unseren Experten abgestimmt werden. Das klingt spannend? Dann informiere Dich jetzt √ľber die M√∂glichkeiten unter mrb.ak@amnesty-koeln.de.

Am 10. November 2015 informiert die Gruppe f√ľr Menschenrechtsbildung in der Max-Ernst-Gesamtschule in K√∂ln sowie am 10. Dezember 2015 im Gutenberg-Gymnasium in Bergheim. Auch die Kaiserin Augusta Schule plant noch in diesem Jahr einen Termin. Wir freuen uns auf Eure Anfragen!

Gewaltlose politische Gefangene in Belarus (Weißrussland) freigelassen

Und wieder k√∂nnen wir mit einer freudigen Nachricht aufwarten: Der gewaltlose politische Gefangene Yury Rubtsou ist am 22. August aus der Strafkolonie in der Stadt Bobruisk im Osten von Belarus freigelassen worden. Hintergrund war eine Amnestie durch Staatspr√§sident Lukaschenko, der im Vorfeld der Pr√§sidentenwahlen im Oktober ‚Äěhumanit√§re Gr√ľnde‚Äú f√ľr seine Entscheidung angab. Au√üer Yury Rubtsou wurde f√ľnf weitere politische Gefangene freigelassen.

Yury Rubtsou befand sich wegen der Wahrnehmung seines Rechts auf freie Meinungs√§u√üerung in Haft. Er wurde 2014 festgenommen, weil er w√§hrend der j√§hrlichen Kundgebung zur Erinnerung an die Tschernobyl-Katastrophe ein T-Shirt mit Aufruf zum R√ľcktritt des Pr√§sidenten trug. Im Laufe seiner Haft wurde die Haftstrafe mehrmals bis ins Jahr 2018 verl√§ngert. Amnesty kritisiert aber die Bedingungen, die mit der Freilassung verbunden sind und bef√ľrchtet erneute Freiheitsstrafen.

Weitere Infos und Petitionen finden Sie auf der Seite http://www.amnesty-2349.de/

Internationaler Tag gegen die Todesstrafe am 10. Oktober 2015

2003 f√ľhrte Amnesty International gemeinsam mit der ‚ÄěWorld Coalition Against Death Penalty‚Äú den Internationalen Tag gegen die Todesstrafe am 10. Oktober ein. An diesem j√§hrlichen Aktionstag werden wirksame Initiativen zur Durchsetzung internationaler Rechtsstandards durchgef√ľhrt und zur weltweiten Abschaffung der Todesstrafe aufgerufen.

Die Bilanz zur Todesstrafe weltweit zeigt f√ľr das erste Halbjahr 2015 einerseits erfreuliche Fortschritte. So schafften in diesem Jahr bereits drei weitere L√§nder (Madagaskar, Fidschi und Surinam) die Todesstrafe per Gesetz ab. Die Mongolei, Burkina Faso und S√ľdkorea bereiten eine Abschaffung der Todesstrafe vor und auch in den USA zeigt sich ein positiver Trend. Insgesamt haben bereits 101 Staaten die Todesstrafe vollst√§ndig abgeschafft, 33 L√§nder wenden sie in der Praxis nicht mehr an. Dennoch bleiben erneut ansteigende Zahlen der Hinrichtungen, etwa in Pakistan, Iran und Saudi Arabien, beunruhigend. Weiterhin hat Indonesien in diesem Jahr die Todesstrafe erneut aufgenommen.

Um die weltweite Abschaffung der Todesstrafe weiter voranzutreiben, ruft Amnesty International auch in diesem Jahr zum Aktionstag gegen die Todesstrafe am 10. Oktober 2015 auf. Informationen zu Aktionen und M√∂glichkeiten zur Unterst√ľtzung findet ihr hier: http://amnesty-todesstrafe.de/

Sommer bedeutet in Köln: Summer Jam und Christopher-Street-Demonstration

Musik macht alles besser. Am ersten Wochenende im Juli trafen sich wieder Fans von nah und fern zum Summer Jam, Europas größtem Reggae-Festival. Mit besserem Wetter als im Vorjahr und mit viel Spaß waren wir am Amnesty-Stand zu Gange, wo mit Malaktion und mobilem Infocenter Aufklärungsarbeit zum Thema zu Menschenrechtsthemen geleistet wurde.

Am Tag darauf wurde unser sch√∂ner gelber Bus in die Christopher Street Demonstration eingereiht. ‚ÄěLehren, lernen, leben‚Äú war das diesj√§hrige Motto, unter dem auf den Druck hingewiesen wurde, den Jugendliche h√§ufig erleben, wenn sie sich als LSBTI outen. Es wurde zu mehr und besserer Aufkl√§rung und Unterst√ľtzung von Seiten der Politik, Schulen und Betriebe aufgerufen. Mehr Informationen zu aktuellen LGBTI-Themen bei Amnesty und die Termine der n√§chsten Gruppentreffen in K√∂ln und anderswo findet ihr auf http://www.queeramnesty.de