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Rundbrief # 7 Februar 2016

Liebe Leserinnen und Leser,

am 8. M├Ąrz steht der Internationale Frauentag vor der T├╝r. Seit ├╝ber 90 Jahren gibt es ihn und auch wenn die Gleichberechtigung der Geschlechter noch ein geh├Âriges St├╝ck Arbeit erfordert, ist es doch gut, die Erfolge fr├╝herer Generationen von Frauen und M├Ąnnern zu ehren, die uns dem Ziel ein gutes St├╝ck n├Ąher gebracht haben. Denn wie in allen Menschenrechtsfragen baut auch diese Thema auf den Zusammenhalt der Gesellschaft auf.

Auch in anderen Belangen braucht es Zusammenhalt: Amnesty hat in einem offenen Brief die Stadt K├Âln aufgefordert, ihre Pflichten in Menschenrechtsfragen st├Ąrker wahrzunehmen. Mehr dazu und zu anderen Themen der vergangenen und kommenden Monate finden Sie in diesem Rundbrief.

Viele Gr├╝├če

Ihre Amnesty-Redaktion

Amnesty Deutschland-Gr├╝nder mit eigenem Platz geehrt

Nun gibt es also den Felix-Rexhausen-Platz, am S├╝dende vom Eigelstein vor der Bahnunterf├╝hrung. Erinnert wird auf dem neuen Namensschild an die (homo-)sexuelle Lebensweise von Rexhausen. und sein Mitwirken bei der Gr├╝ndung von Amnesty International in K├Âln, anno 1961 zun├Ąchst im "Amnestie-Appell e.VÔÇť, in dem es noch ausschlie├člich um die Freilassung politischer Gefangener in ging. Heute ist das Arbeitsfeld von Amnesty International breit, nicht zuletzt, weil so viele Menschen ihre Zeit und Kraft investieren. Felix Rexhausen hat einen Anfang gemacht und es damit uns allen erleichtert, uns zu engagieren. Wir freuen uns, dass er nun Teil des K├Âlner Stadtbildes ist.

Offener Brief an die Stadt K├Âln

Ebenfalls zum Internationalen Tag der Menschenrechte hat der Bezirk die Initiative zu einem Offenen Brief an die neue Oberb├╝rgermeisterin und die Mitglieder des Rates der Stadt K├Âln ergriffen. Darin wird die Stadt ermutigt, k├╝nftig noch mehr zu unternehmen, um ihrer Verantwortung f├╝r die Menschenrechte gerecht zu werden, etwa im Bereich der internationalen St├Ądtekooperation, und Menschenrechtsorganisationen und andere zivilgesellschaftliche Gruppen daran zu beteiligen. Wir haben rund 30 Organisationen und prominente K├ÂlnerInnen als ErstunterzeichnerInnen des Briefes gewinnen k├Ânnen ÔÇô darunter den fr├╝heren Bundesinnenminister Gerhart Baum, den Schriftsteller G├╝nter Wallraff, den Kabarettisten J├╝rgen Becker sowie die Publizistin und ehemalige Bundestagsabgeordnete Lale Akg├╝n.

Alle B├╝rgerInnen in der Region K├Âln sind aufgerufen, diesen Appell mit ihrer Unterschrift zu unterst├╝tzen, um daraus eine m├Âglichst breit in der Stadtgesellschaft verankerte Initiative zu machen. Die Gruppen des Bezirks werden gebeten, bei ihren Veranstaltungen und Infost├Ąnden auf den Offenen Brief hinzuweisen und f├╝r seine Unterst├╝tzung zu werben. Es besteht eine gute Chance, dass der Rat der Stadt K├Âln sich die in dem Brief formulierten Anliegen zu eigen macht und in den kommenden Wochen dazu einen Beschluss fasst.

Den ganzen Brief als PDF finden Sie hier.

Ein Abend f├╝r MenschenrechtlerInnen in China (11.12.2015)

Zum Internationalen Tag der Menschenrechte hat der Bezirk gemeinsam mit der Volkshochschule einen Themenabend veranstaltet, um an die Situation des inhaftierten chinesischen B├╝rgerrechtlers Liu Xiaobo, seiner Ehefrau Liu Xia und vieler anderer VerteidigerInnen der Menschenrechte in China zu erinnern und zum Engagement f├╝r die Menschenrechte aufzurufen. Anlass war der f├╝nfte Jahrestag der Verleihung des Friedensnobelpreises an Liu Xiaobo. Den etwa 150 BesucherInnen der Veranstaltung wurde mit einer Mischung aus literarischen und politischen Texten, Fotos, Videos, Musik und Hintergrundgespr├Ąchen ein lebendiges Bild von Liu Xiaobo und Liu Xia vermittelt sowie ein vielschichtiger Einblick in die aktuelle Menschenrechtslage in China gegeben.

Amnesty International auf der lit.COLOGNE

Das internationale Literaturfest lit.COLOGNE findet in diesem Jahr vom 08.-19. M├Ąrz zum 16. Mal in K├Âln statt. Amnesty K├Âln wird bei verschiedenen Vorstellungen mit einem Informationsstand vor Ort sein. Besuchen Sie uns bei den folgenden Veranstaltungen:

Sonntag, 13.03.2016 19:30 Uhr Nadeschda Tolokonnikowa: Pussy-Riot-Revolution im WDR-Funkhaus

Montag, 14.03.2016 21 Uhr Riad Sattouf, Boris Aljinovic und der blonde Araber in der Volksb├╝hne am Rudolfplatz

Mittwoch, 16.03.2016 20:30 Uhr Amir Hassan Cheheltan & Guido Lambrecht: Schreiben ist eine gef├Ąhrliche Sache im WDR Funkhaus

Mittwoch, 16.03.2016 19 Uhr In den W├Ąldern des Begehrens - Angela Steidele trifft Antje R├ívic Strubel im COMEDIA Theater

Donnerstag, 17.03.2016 18 Uhr Ihr geh├Ârt zu uns: Marianne Rosenberg trifft Nizaqete Bislimi im NS-Dokumentationszentrum

Donnerstag, 17.03.2016 19 Uhr Auch Ihr seid jetzt Deutschland! Die Fl├╝chtlinge und die Kraft der Sprache in der LANXESS Arena

Samstag, 19.03.2016 18:30 Uhr Dunkel, fast Nacht - Joanna Bator und Corinna Harfouch in der Kulturkirche

Samstag, 19.03.2016 20 Uhr Ta-Nehisi Coates: Zwischen mir und der Welt im WDR Funkhaus

Laufen f├╝r Menschenrechte

Ein Weg, den Namen Amnesty International in die ├ľffentlichkeit zu tragen, ist die Teilnahme an Sportveranstaltungen. So nehmen Mitglieder verschiedener K├Âlner Gruppen und auch Unterst├╝tzer unserer Arbeit regelm├Ą├čig z. B. am Nikolauslauf im K├Âlner Stadtwald und mit einer Staffel am K├Âln Marathon und dem Marathon in Pulheim teil. Mit einem Amnesty-Logo ausgestattet sind die L├Ąufer gut sichtbar und erregen die Aufmerksamkeit der Presse.
Wenn auch Sie gerne laufen und die Arbeit von Amnesty International auf diese Weise unterst├╝tzen m├Âchten, k├Ânnen Sie sich gerne bei uns melden unter laufenfuermenschenrechte@amnesty-koeln.de, wir leiten Ihre Kontaktdaten dann weiter. Eine weitere M├Âglichkeit uns zu unterst├╝tzen ist es, sportliche Projekte unter https://www.amnesty-in-bewegung.de zu registrieren und auf diese Weise Spenden f├╝r Amnesty zu sammeln.

Der Amnesty-Briefmarathon 2015: Albert Woodfox ist frei!

Albert Woodfox war eines der Gesichter des Amnesty-Briefmarathons 2015. Nach 40 Jahren Isolationshaft verlie├č er nun, an seinem 69. Geburtstag, die Haftanstalt ÔÇ×AngolaÔÇť des US-Bundesstaates Louisiana als freier Mann.

Seit 44 Jahren war US-B├╝rger und politischer Aktivist der Black-Panther-Partei Albert Woodfox inhaftiert; 40 Jahre davon in Isolationshaft. Amnesty International richtete in den vergangenen f├╝nf Jahren mehr als 650.000 weltweite Appelle an die US-Beh├Ârden, Albert Woodfox und seine beiden Mitgefangenen Herman Wallace und Robert King freizulassen. Zuletzt setzten sich Tausende f├╝r seine Freilassung beim Amnesty-Briefmarathon 2015 ein. Mit Erfolg: Albert Woodfox ist frei!

Mehr Informationen zu Albert Woodfox und zu seiner Freilassung finden Sie hier: https://www.amnesty.de/2016/2/22/usa-albert-woodfox-endlich-frei?destination=startseite

Zwischen dem 4. Und 18. Dezember 2015 engagierten sich erneut Menschen weltweit beim Amnesty-Briefmarathon 2015. Sie dr├╝ckten in pers├Ânlichen Nachrichten an Inhaftierte und Menschen in Not ihre Solidarit├Ąt aus und forderten Regierungen auf, die Menschenrechte zu achten. Noch immer z├Ąhlen Amnesty Aktivistinnen und Aktivisten die Appelle aus allen Teilen der Welt, doch schon jetzt steht fest, dass weltweit mehr als drei Millionen Briefe und E-Mails zum Amnesty-Briefmarathon 2015 verschickt wurden.

Allein in Deutschland setzten sich 250.000 Menschen mit ihrem Brief gegen Menschenrechtsverletzungen ein. Auch die Schulbeteiligung am Briefmarathon 2015 war beachtlich: 48.000 Briefe kamen deutschlandweit allein an Schulen zusammen, die den Briefmarathon 2015 in ihren Unterricht integrierten.

Ein beachtlicher Fakt in der heutigen Zeit: Die Zahl an handgeschriebenen Briefen hat stark zugenommen! Der polnische Amnesty-Aktivist und einer der urspr├╝nglichen Initiatoren des weltweiten Briefmarathons Witek Hebanowski, h├Ąlt den handgeschriebenen Brief f├╝r das "wirkm├Ąchtigste Instrument", um Rechte einzufordern und Ver├Ąnderung zu bewirken. Zu Recht, wie sich einmal mehr erwiesen hat.

Noch einmal die Fakten zum Briefmarathon 2015 nachlesen?

F├Ârderertreffen in Bergisch Gladbach

Seit Jahrzehnten ist es Brauch in der Bergisch Gladbacher Amnesty-Gruppe, die Unterst├╝tzer und Freunde der Gruppe zum Jahresanfang einzuladen. Bei Kaffee und selbstgebackenem Kuchen werden Gespr├Ąche zwischen den G├Ąsten und den Gruppenmitgliedern ├╝ber vergangene und kommende Aktionen gef├╝hrt.
Dazu kommt regelm├Ą├čig ein Amnesty-Experte, der einen kurzen ├ťberblick ├╝ber sein Thema gibt. In diesem Jahr war Oliver Hendrich von der Todesstrafen-Koordinierungsgruppe unser ÔÇ×Special guestÔÇť. Seine Informationen waren fesselnd und sehr informativ. Oliver erkl├Ąrte die Hintergr├╝nde zur Abschaffung der Todesstrafe und gab zu vielen L├Ąndern detaillierte Auskunft. Die Fragen der G├Ąste zeugten von einem gro├čen Interesse am Thema. Die Hinrichtungen in Saudi-Arabien waren den Anwesenden bekannt, Hinrichtungen im Iran dagegen weniger. Nach zwei lebhaften Stunden wurde die Runde aufgel├Âst, nicht ohne vorher eine Petition gegen die Hinrichtung eines Minderj├Ąhrigen im Iran unterschrieben zu haben. Unserem Eindruck nach waren alle Anwesenden mit diesem Nachmittag sehr zufrieden. Deshalb wird diese Tradition auch im n├Ąchsten Jahr weitergef├╝hrt, um den Kontakt zwischen Aktiven und F├Ârderern lebendig zu halten.