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Rundbrief # 8 Mai 2016

Liebe Leserinnen und Leser,

diesmal melden wir uns durch die Amnesty-Jahresversammlung in Neuss frisch motiviert zur√ľck. Wie jedes Jahr an Pfingsten trafen sich aktive Mitglieder aus ganz Deutschland, um die Schwerpunkte f√ľr die kommenden Monate zu setzen, sich auszutauschen, auf Workshops von einander zu lernen und in fr√∂hlicher basisdemokratischer Manier √ľber Antr√§ge abzustimmen. Rund 600 Amnesty-Aktivisten waren wieder dabei. Aber auch bei uns im Bezirk war und ist m√§chtig viel los. Was, kann man in diesem Rundbrief erfahren.

Viele Gr√ľ√üe
das Redaktionsteam

Jahresversammlung ‚Äď was machen die da blo√ü?

Was machen 600 Amnesty-Mitglieder, wenn sie sich treffen? Mitreden und gestalten, denn Amnesty ist basisdemokratisch organisiert und legt viel Wert darauf, jedem die Chance zu geben, sich einzubringen. Dazu werden M√∂glichkeiten zum Austausch und Workshops zur Weiterbildung geboten, Vorst√§nde und andere √Ąmter gew√§hlt und jedes Jahr auch G√§ste aus aller Welt eingeladen Vortr√§ge zu halten. Einen Teil der Versammlung konnte man dieses Jahr erstmals als Livestream auf verfolgen und zusammen mit den √∂ffentlichen Beschl√ľssen auf http://www.amnesty.de/2016/5/16/erst-menschen-schuetzen-dann-grenzen?destination=startseite finden.

Offener Brief an die Stadt Kölner ein voller Erfolg

Der im letzten Rundbrief erw√§hnte Offene Brief an die neue Oberb√ľrgermeisterin und die Mitglieder des Rates der Stadt K√∂ln mit der Aufforderung k√ľnftig noch mehr zu unternehmen, um ihrer Verantwortung f√ľr die Menschenrechte gerecht zu werden, war erfolgreich. Amnesty International K√∂ln begruŐą√üt den Beschluss des Rates der Stadt K√∂ln, die St√§dtepartnerschaftsarbeit und die internationalen Beziehungen der Stadt weiterzuentwickeln und dabei den Menschenrechten einen besonderen Stellenwert zu geben. Vielen Dank an alle Unterst√ľtzer! Was der Rat vorhat, ist in unserer Pressemitteilung beschrieben http://www.amnesty-koeln.de/Main/Start?action=download&upname=PM_ai_Ratsbeschluss.pdf

Katar: Schluss mit der Ausbeutung von Arbeitsmigranten

Der Erste Mai wird als Tag der Arbeit bezeichnet. Wenn dieser Tag nicht auf einen Sonntag f√§llt, wird er von vielen Menschen als freier Tag genutzt. Nicht aber von Amnesty-Mitgliedern. Die Gruppe in Bergisch Gladbach nutzte die Gewerkschaftskundgebung und informierte √ľber die Arbeitsbedingungen in Katar. Die Menschenrechte der zumeist ausl√§ndischen Arbeitnehmer werden vielfach verletzt. Sie haben kaum die M√∂glichkeit, ihre Arbeitgeber zu verklagen, d√ľrfen sich nicht gewerkschaftlich organisieren, haben kaum Zugang zu einfachster medizinischer Versorgung, leben und arbeiten unter menschenunw√ľrdigen Bedingungen. Amnesty beobachtet und dokumentiert dies seit mehreren Jahren. Die halbherzigen Zusagen der Regierung von Katar sind unbefriedigend. Deshalb wurde am 1. Mai die FIFA mit einer Petition aufgefordert, die katarischen Beh√∂rden zur Umsetzung und √úberwachung von Reformen im Arbeitsrecht zu dr√§ngen. Die Mitglieder der Bergisch Gladbacher Gruppe hatten mit gro√üem Engagement fast alle Anwesenden zu einer Unterschrift unter die Petition an den Pr√§sidenten des Deutschen Fu√üballbundes, Reinhard Grindel, bewegen k√∂nnen. Grindel muss seinen Einfluss auf die FIFA nutzen ‚Äď f√ľr die Rechte der Menschen in Katar. http://www.zdf.de/ZDFmediathek/beitrag/video/2728078/Katar-Menschenwuerde-im-Abseits#/beitrag/video/2706762/Amnesty:-Kritik-an-Katars-WM-Baustellen

AMNESTY bei der Lit.COLOGNE

Auch in diesem Jahr war Amnesty K√∂ln wieder beim internationalen Literaturfest lit.COLOGNE vom 08.-19. M√§rz dabei und konnte diverse Erfolge am Informationsstand verbuchen. Vor allem vor und nach der Veranstaltung mit Pussy-Riot Mitbegr√ľnderin Nadeschda Tolokonnikowa: ‚ÄěPussy-Riot-Revolution‚Äú am Sonntag, den 13.03.2016 im WDR-Funkhaus, wurde der Amnesty-Stand sehr gut besucht und zeitweise sogar umlagert. Es wurden deutlich mehr Materialien von den Besuchern mitgenommen als erwartet sowie zahlreiche Unterschriften f√ľr Aktionen von Amnesty geleistet. Besonders beeindruckt waren die Amnesty Mitglieder am Infostand √ľber das Interesse einiger Besucher an M√∂glichkeiten und Formen der Mitarbeit. Wir freuen uns √ľber so viel Interesse und Engagement auf der Lit.COLOGNE.

Mutige Kids und engagierte K√ľnstler

‚ÄěAuch Ihr seid jetzt Deutschland!‚Äú Besser h√§tte man das Motto nicht fassen k√∂nnen. Am 17. M√§rz kamen mehr als 7200 Menschen in die LANXESS-Arena, darunter viele Sch√ľler und Fl√ľchtlinge mit ‚Äěihren‚Äú ehrenamtlichen Helfern. Wir (AICEN ‚Äď Amnesty International Cologne English Network) waren dort mit einem Stand vertreten. Sie kamen auch, um Songs und Texte zu h√∂ren von Stars wie Herbert Gr√∂nemeyer, Till Schweiger oder Cro und Frank Sch√§tzing. Vor allem aber setzten sie eins: Ein gro√ües Zeichen gegen Rassismus! Bei unserem Stand fanden sich sofort mehrere 13, 14-J√§hrige ein, die stolz erz√§hlten: ‚ÄěWir organisieren gerade einen Boykott gegen unseren B√§cker.‚Äú Der ‚ÄěSchulb√§cker‚Äú hatte in seinem Laden ein rassistisches Plakat aufgeh√§ngt. Sie blieben nicht die einzigen. Aus dem ganzen Umland waren Sch√ľlergruppen nach K√∂ln gekommen, nicht nur von ‚ÄěSchulen ohne Rassismus ‚Äď Schulen mit Courage‚Äú. Sie alle setzen sich f√ľr eine w√ľrdevolle Behandlung der Fl√ľchtlinge ein, zeichneten unsere Petitionen und spendeten sogar von ihrem Taschengeld.

Ein weiterer Erfolg des Amnesty-Briefmarathons 2015: Phyoe Phyoe Aung ist frei!

Phyoe Phyoe Aung wurde im M√§rz 2015 in Myanmar verhaftet, weil sie half einen friedlichen Studentenprotest zu organisieren. Nun ist sie nach √ľber einem Jahr Haft endlich wieder frei!

W√§hrend des Briefmarathons 2015 setzten sich Menschen weltweit mit √ľber 394.000 Briefen, Mails und Tweets f√ľr die Freilassung von Phyoe Phyoe Aung ein. Mit Erfolg! Mitte April 2016 wurde sie endlich freigelassen. Phyoe Phyoe Aung lie√ü Amnesty International noch w√§hrend ihrer Haft wissen: ‚ÄěIch m√∂chte mich von Herzen bei allen bedanken, die mich und unsere Bewegung unterst√ľtzen. All diese Briefe zu bekommen, best√§rkt mich in dem, was wir tun. Ich habe angefangen zu begreifen, dass die Welt uns zusieht und uns anfeuert - wir sind nicht allein."

Phyoe Phyoe Aung hatte einige Protestmärsche gegen ein neues Bildungsgesetz in Myanmar mit organisiert, welches nach Auffassung der Studenten ihre Freiheit einschränken werde. Während einer dieser Demonstrationen wurde sie gemeinsam mit mehr als 100 anderen Demonstrierenden verhaftet, als die Polizei den Protestmarsch gewaltsam auflöste. Laut Anklage hätten ihr bis zu neun Jahre Haft gedroht. Ihre Freilassung zeigt aber, dass Myanmars neue Regierung ihr Versprechen Ernst nimmt politisch motivierte Festnahmen und Inhaftierungen in Myanmar beenden zu wollen.

Weiter Erfolgsmeldungen finden Sie hier: http://www.amnesty.de/einsatz-mit-erfolg

Sie möchten noch einmal die Fakten zum Briefmarathon 2015 nachlesen?

Anstehende Termine

25. Mai: Come Together Cup

Am 25. Mai könnt ihr die Queer-Amnesty-Gruppe auf den Vorwiesen des RheinEnergie-Stadions beim Come Together Cup finden. Mehr zum Benefiz-Fußballtunier findet man unter http://www.come-together-cup.de

28. Mai: Amnesty and Friends - Picknick im Gr√ľnen

Am 28. Mai 2016 j√§hrt sich zum 55. Mal der Gr√ľndungstag von Amnesty International. Grund genug, diesen Tag w√ľrdig zu begehen mit unserem dritten PICKNICK ‚ÄěAMNESTY and FRIENDS‚Äú! Wir laden Euch ein, am Samstag, den 28. Mai 2016 ab 14h zum Aachener Weiher zu kommen (https://www.google.de/maps/place/Aachener+Weiher/@50.935255,6.9251874,17z/data=!3m1!4b1!4m5!3m4!1s0x47bf251cfc91f961:0x9e61aa7f983d70a0!8m2!3d50.9352813!4d6.9279462) Wir werden auf der ‚ÄěH√ľgelseite‚Äú zu finden sein. Jeder ist willkommen, vorbeizukommen, uns kennen zu lernen und gerne auch etwas zum Picknick beizutragen

22. Juni: Rainbow Refugees

Sexuelle und geschlechtliche Identit√§t ist nicht nur ein Fluchtgrund, sondern auch h√§ufig Ausl√∂ser f√ľr Diskriminierung und √úbergriffe in Fl√ľchtlingsunterk√ľnften. Auch bei diesem Thema ist unsere die Queer-Gruppe engagiert dabei. http://wiku-koeln.de/event/rainbow-refugees-zur-situation-von-lgbti-gefluechteten

1.-3. Juli: Summer Jam und Christopher Street Day

Wie jedes Jahr ist Amnesty im großen gelben Bus unterwegs, um die Botschaften von Peace, Love and Tolerance zu verbreiten. Informationen zu den Veranstaltungen finden sich unter http://www.summerjam.de und unter http://www.colognepride.de

Weitere Termine finden sich wie immer unter http://www.amnesty-koeln.de/Main/Termine